Erfolgreicher Auftakt – Die „FC³ Fuel Cell Conference Chemnitz“ am 26. und 27. November 2019 verband Automobilindustrie, Wissenschaft und Forschung

Das vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderte Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“ veranstaltete am 26. und 27. November 2019 zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz die 1.  Fuel Cell Conference Chemnitz FC³“.

Rund 200 Teilnehmer aus Industrie und Forschung tauschten sich zu diesem gerade für das Autoland Sachsen wichtigen Zukunftsthema aus. Unter dem diesjährigen Motto „Saubere Antriebe. Effizient produziert“ präsentierten Experten aus Deutschland, Schweiz, Belgien, Tschechien, Großbritannien und Österreich Impulse und wissenschaftliche Fachvorträge zu den Kernthemen Brennstoffzellensystem, Brennstoffzellenstack und Komponenten, sowie Flexible Produktion und Digitalisierung.

Prof. Dr.-Ing. Welf-Guntram Drossel, geschäftsführender Institutsleiter des Fraunhofer IWU und Vorstand des HZwo e.V., stellte in einem Impulsvortrag Technologieansätze zur Effizienzsteigerung in der Brennstoffzellen-Produktion vor. „Um einen erfolgreichen Markthochlauf des Brennstoffzellenantriebes zu erreichen, müssen die Produktionskosten wesentlich reduziert werden. Neben wirtschaftlichen und robusten Einzelprozessen ist dafür vor allem eine automatisierte Produktion notwendig.“

Dass Brennstoffzellenanwendungen nicht nur im PWK-Bereich riesige Fortschritte machen, zeigte die Sander Fördertechnik GmbH aus Chemnitz, die den Brennstoffzellenstapler der Linde-AG vorführte. Einen besonderen Prototyp hatte auch der Automobilzulieferer csi entwicklungstechnik GmbH dabei – ein wasserstoffbetriebenes Lastenfahrrad.

Am Abend des ersten Fachtages lieferte die Big Band der TU Chemnitz einen besonderen Ausklang im festlichen Rahmen des Konferenzdinners in der E3-Forschungsfabrik des Fraunhofer IWU. Am zweiten Tag der Fachveranstaltung bestand neben weiteren wissenschaftlichen Fachvorträgen die Möglichkeit, sich einem Sonderpanel sich über Kooperationsvorhaben des Fraunhofer IWU zu Wasserstoffanwendungen in der Lausitz und Bayern zu informieren. Es gab zusätzlich die Möglichkeit, mit dem vom Toyota Autohaus Chemnitz zur Verfügung gestellten Brennstoffzellen-PKW Toyota Mirai selbst eine Probefahrt zu machen.

Bereits am Vorabend der Konferenz erfolgte die Wahl des Rektors der Technischen Universität Chemnitz Professor Dr. Gerd Strohmeier zum Beiratsvorsitzenden des HZwo e.V. Der Vorstandsvorsitzende des HZwo e.V., Professor Dr.-Ing. Thomas von Unwerth, zeigte sich zufrieden mit dem Wahlausgang: „Mit Professor Gerd Strohmeier gewinnen wir einen renommierten Experten aus der Hochschulpolitik in den Vorsitz des HZwo-Beirates. Auf diese Weise können wir Forschung und Industrie noch enger miteinander verknüpfen. Gerade in der Entwicklung von Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie ist die Einbindung der Universität als wichtiger Forschungspartner und darüber hinaus als Fürsprecher für den Standort Chemnitz essenziell.“ Als Leiter der Professur Alternative Fahrzeugantriebe und Direktor des Instituts für Automobilforschung ist Professor von Unwerth selbst eng mit der Forschung verbunden.

Hintergrund: Innovationscluster „HZwo – Antrieb für Sachsen“

Das Innovationscluster HZwo, welches aus einem 2016 gegründeten „InnoTeam“ („HZwo:BIP – Bipolarplatten aus Sachsen“) hervorgegangen ist, wird vom SMWA bis zunächst 2022 mit rund 1,6 Millionen Euro gefördert. Das Cluster ist die sächsische Kompetenzstelle für Brennstoffzellen und Wasserstoff. HZwo betreut ein umfassendes Wertschöpfungsnetzwerk im Freistaat und ermöglicht den Mitgliedern frühzeitig einen Zugang zu künftigen Absatzmärkten und damit einen Technologievorsprung, um Sachsens Zukunft als Hochtechnologiestandort nachhaltig zu sichern.

Das Netzwerk HZwo wurde von Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Leiter der Professur Alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz, initiiert. Der daraus gewachsene Innovationscluster HZwo wird durch den Verein HZwo e.V., die TU Chemnitz, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU sowie den Kooperationspartner Energy Saxony e.V. geleitet.

Text: HZwo e.V.; Fotos: Hans-Peter Gerth

 

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