Wasserstoffhochlauf stärken: Technologiekompetenz, Wettbewerbsfähigkeit und industrielle Wertschöpfung im Fokus 

Cluster, Messen, News, Presse

Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter informiert sich auf der Hydrogen Technology World Expo über Wasserstofftechnologien und industrielle Perspektiven in Ostdeutschland 

Hamburg, 20. Oktober 2026. Wasserstoff spielt eine wichtige Rolle für eine klimaneutrale Industrie und eröffnet zugleich neue Perspektiven für die industrielle Wertschöpfung in Deutschland. Welche technologischen Entwicklungen den Markthochlauf voranbringen und wie Unternehmen von den entstehenden Märkten profitieren können, stand im Mittelpunkt eines Messerundgangs der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, auf der Hydrogen Technology World Expo in Hamburg. Gemeinsam mit dem Wasserstoff-Technologiecluster HZwo e. V. und der Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) tauschte sie sich mit Unternehmensvertretern über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der Wasserstoffwirtschaft aus. 

Technologische Stärke als Grundlage für den Wasserstoffhochlauf 

„Deutschland verfügt über starke Unternehmen, Forschungseinrichtungen und technologische Kompetenz entlang der Wertschöpfungskette beim Wasserstoff. Gerade bei Elektrolyseuren gehören deutsche Unternehmen weiterhin zu den technologisch führenden Anbietern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Skalierung beginnt und so auch die Kosten sinken“, erklärt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium.  

Für den erfolgreichen Markthochlauf müssen technologische Weiterentwicklung, industrielle Fertigung und verlässliche Nachfrage ineinandergreifen. Entscheidend sind leistungsfähige und zuverlässige Produkte sowie wettbewerbsfähige Herstellungsverfahren. Gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte und die Skalierung der Produktion leisten dazu einen wesentlichen Beitrag. 

Einblicke in die industrielle Praxis 

Am Gemeinschaftsstand des europäischen Wasserstoff-Technologieclusters HZwo e. V. informierte sich die Staatssekretärin über aktuelle technologische Entwicklungen und industrielle Anwendungen. Im Austausch mit Vertretern der Unternehmen AMBARtec AG, Marquardt Management SE und Christian Bauer GmbH + Co. KG standen insbesondere die technologischen Kompetenzen der Unternehmen sowie die Herausforderungen bei der Überführung innovativer Lösungen in marktfähige Produkte im Mittelpunkt. 

Das Wasserstoff-Technologiecluster HZwo e.V. unterstützt Unternehmen dabei, Wasserstofftechnologien und Fertigungsverfahren weiterzuentwickeln, industrielle Partnerschaften aufzubauen und internationale Märkte zu erschließen. Im Mittelpunkt stehen wettbewerbsfähige Komponenten, Systeme und Fertigungsverfahren sowie neue Absatzmöglichkeiten für die beteiligten Unternehmen. 

„Entscheidend ist, dass aus technologischer Stärke auch industrielle Aufträge und wettbewerbsfähige Produkte entstehen. Dafür müssen Unternehmen ihre Technologien und Fertigungsverfahren kontinuierlich weiterentwickeln und neue Märkte erschließen können. Als Wasserstoff-Technologiecluster bringen wir dafür Industrie und Forschung aus ganz Europa zusammen, um technologische Vorsprünge zu sichern und Wertschöpfung zu schaffen“, erklärt Karl Lötsch, CEO des HZwo e. V. 

Wertschöpfungspotenziale für Ostdeutschland 

Welche wirtschaftlichen Potenziale die Herstellung von Elektrolyseuren und ihren Vorprodukten für Ostdeutschland eröffnet, hat die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) anhand der Ergebnisse der Studie „Wertschöpfungs- und Arbeitsmarktpotenziale der Wasserstoffwirtschaft in Ostdeutschland“ aufgezeigt. 

„Der Auf- und Ausbau von Produktionskapazitäten für Elektrolyseure und ihren Vorprodukten kann erhebliche Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte auslösen. Je nach H2-Marktentwicklung weist die Studie für Ostdeutschland eine jährliche Bruttowertschöpfung von bis zu 2,2 Milliarden Euro sowie Beschäftigungseffekte von bis zu 20.000 Personen aus. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer wettbewerbsfähigen Elektrolyseurproduktion und leistungsfähiger, regionaler Zulieferstrukturen für den Wirtschafts- und Industriestandort Ostdeutschland“, sagt Dominik Härle, Geschäftsführer der Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO). 

Wasserstoff für eine klimaneutrale und wettbewerbsfähige Industrie 

Auch die Bedeutung von Wasserstoff für die Transformation industrieller Prozesse war Bestandteil des Austauschs. Dabei brachte das Kompetenzzentrum Klimaschutz in energieintensiven Industrien (KEI) seine Perspektive auf die Dekarbonisierung der Industrie und die damit verbundenen Herausforderungen ein. 

Der Messebesuch verdeutlichte die enge Verbindung zwischen Klimaschutz, technologischer Innovation und industrieller Wettbewerbsfähigkeit. Eine leistungsfähige Wasserstoffwirtschaft benötigt sowohl geeignete Rahmenbedingungen für den Markthochlauf als auch Unternehmen, die neue Technologien entwickeln, produzieren und in die Anwendung bringen. 

Die Hydrogen Technology World Expo findet vom 20. bis 22. Oktober 2026 in Hamburg statt und bietet eine internationale Plattform für den Austausch über Wasserstofftechnologien, industrielle Anwendungen und die Entwicklung der Wasserstoffwirtschaft. 

Über den Wasserstoff-Technologiecluster HZwo e. V. 

Der Wasserstoff-Technologiecluster HZwo e. V. vereint rund 170 Unternehmen und Forschungseinrichtungen. In Sachsen verankert und europäisch ausgerichtet, fördert er die Forschung, Entwicklung und Industrialisierung von Wasserstofftechnologien. HZwo verbindet Unternehmen und Forschungseinrichtungen in gemeinsamen Entwicklungsprojekten, stärkt den Technologietransfer und erschließt internationale Kooperationen. Ziel ist es, technologische Vorsprünge zu sichern und neue industrielle Wertschöpfung zu schaffen. 

www.hzwo.eu 

Über die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) 

Die Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland e.V. (IWO) ist die gemeinsame Plattform der sechs Bundesländer im Osten Deutschlands, um die Wasserstoffwirtschaft länderübergreifend voranzutreiben. Sie bündelt die regionalen Expertisen und Stärken aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Der Bund unterstützt die Initiative als Netzwerkmitglied. 

www.h2iwo.de 

Pressekontakte 

HZwo e. V.
Technologie-Campus 6, 09126 Chemnitz

Elisa Sommer | Events und Public Relations | Presseanfragen
presse@hzwo.eu 

Initiative für Wasserstoff in Ostdeutschland (IWO) e.V.
Sachsendamm 63 | 10829 Berlin 

Henrike Knopf | Referentin Wasserstoffwirtschaft
henrike.knopf@h2iwo.de