HZwo in Spanien: Starke Impulse für die europäische Wasserstoffzusammenarbeit

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Im Rahmen einer Delegationsreise gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH war HZwo in Sevilla zu Gast. Andalusien steht im Zentrum einer der dynamischsten Wasserstoffregionen Europas. Anlass der Reise war unter anderem die Teilnahme an der European Hydrogen Energy Conference (EHEC) 2026, bei der der HZwo als Bronzesponsor vertreten war. Vor Ort bot sich damit ein fokussierter, aber umso intensiverer Austausch mit internationalen Akteuren aus Industrie, Forschung und Politik.

Sevilla als Hotspot der Wasserstoffwirtschaft

Mit rund 1.500 Teilnehmenden aus ganz Europa und darüber hinaus zeigte die EHEC eindrucksvoll die Dynamik des Wasserstoffmarktes. Besonders stark vertreten waren neben spanischen Akteuren auch Unternehmen und Institutionen aus Frankreich sowie Deutschlan, insbesondere aus Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.

Die Veranstaltung fand zu einem hochaktuellen Zeitpunkt statt: Nach der Final Investment Decision (FID) von Repsol Anfang des Jahres hat nun auch Moeve bedeutende Investitionen in den Aufbau eines großskaligen Wasserstoffökosystems in Andalusien angekündigt. Parallel dazu plant Spanien den zügigen Ausbau von mehr als 50 Wasserstofftankstellen bereits in diesem Jahr.

Diese Entwicklungen unterstreichen den Anspruch Spaniens, sich als führender Produktions- und Innovationsstandort für erneuerbaren Wasserstoff in Europa zu etablieren – mit dem klar formulierten Ziel, eine Rolle vergleichbar mit einem „Energie-Hub“ für den europäischen Markt einzunehmen.

Europäische Kooperation im Fokus

Ein zentrales Ergebnis der Reise war die intensive Vernetzung mit europäischen Partnerregionen. In zwei Workshops diskutierten Vertreter aus Sachsen gemeinsam mit Akteuren aus Andalusien, dem Baskenland, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg konkrete Ansätze für eine stärkere Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff.

Dabei wurde insbesondere die Rolle Brüssels als zentraler Knotenpunkt für zukünftige Projekte hervorgehoben. Die Teilnehmenden verständigten sich darauf, die Kooperation auf europäischer Ebene weiter zu intensivieren und gemeinsame Initiativen voranzutreiben.

Innovationen und starke Präsenz aus Deutschland

Auch auf Unternehmensseite wurde die Innovationskraft der Wasserstoffbranche deutlich: So präsentierte das HZwo-Mitglied evo seinen H₂-Traktor, während unter anderem HORIBA und Phoenix Contact ihre Technologien auf der Messe vorstellten. Die Gespräche vor Ort zeigten zudem das große Interesse spanischer Unternehmen, gemeinsam mit europäischen Partnern neue Wasserstofftechnologien zu entwickeln und umzusetzen. Dies bietet eine Chance, die auch für sächsische Akteure erhebliche Potenziale bietet.

Ausblick: Zusammenarbeit weiter vertiefen

Die Eindrücke aus Sevilla bestätigen einmal mehr: Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Europa gelingt nur durch enge Zusammenarbeit zwischen Regionen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen. HZwo wird diesen Prozess weiterhin aktiv mitgestalten und die internationale Vernetzung seiner Mitglieder gezielt vorantreiben. Daher freut es uns besonders, dass wir mit José Mellado Trancoso einen Vertreter der Évolution Synergétique Automotive S.L. als Speaker für unseren Kongress der Wasserstofftechnologien im Rahmen der HZwoDAYS gewinnen konnten.

Eines steht bereits fest: Auch bei der EHEC 2028 wird HZwo wieder vor Ort sein.

Austausch mit Jorge Paradela, Minister für Industrie, Energie und Bergbau der Junta de Andalucía, sowie Jordi Garcia Brustenga, Staatssekretär für Industrie der spanischen Regierung, im Rahmen der EHEC 2026 in Sevilla.